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Story

WIR UND
DIE ANDEREN

Der politsatirische Film auf der Suche nach der verlorenen Menschenwürde

Ein Jahr Türkis-Blau: Wer trennt uns, warum und wie? Wie finden wir "out of message control" zurück zu einer gesellschaftlichen Mehrheit für die Menschenwürde?

Eine denkerische und künstlerische Filmrakete schießt der Österreicher Markus Flenner mit seinem Doku-Filmdebüt mitten in die Dünkel der österreichischen Seele – und gibt damit umso mehr seine Liebeserklärung ab, an ein Land, dass in seiner Geschichte beides kennt, die historische Katastrophen und Extreme, ebenso wie die goldene Balance.

Sein Protagonist ist der Langzeitarbeitslose Fred Ilger, einer Jener, die es um die 50 aus der Berufslaufbahn wirft und die am Abstellgleis der Langzeitarbeitslosigkeit landen. Fred gibt einen offenen Einblick in sein Schicksal. Fred wird nicht mehr gebraucht und nachgefragt und er muss folglich ohne Einkommen als entwertetes oder zumindest eingeschränktes Mitglied der Gesellschaft sein Dasein fristen.

Wir und die Anderen führt umfassend und kompetent durch das Phänomen Arbeitslosigkeit und macht die Muster der Spaltung der Gesellschaft deutlich. Die historischen Parallelen zum austrofaschistischen Ständestaat, Bürgerkrieg und Nationalsozialismus sind nur so lange Übertrieben, als uns die Realität noch nicht eingeholt hat. Ein Ansinnen für das keine Mahnung zu groß sein sollte, wenn die Regierung Schwarz-Blau III ständischen Konservatismus, politiklosen Neoliberalismus und reaktionärer Nationalismus übereinander lagert.

Ob Fred noch verdienstvoll und mit Einkommen, als voll anerkanntes Mitglied der Gesellschaft, seine Berufung wird leben können und Österreich und die Welt damit reicher machen wird, wird an uns allen liegen.

WIR UND DIE ANDEREN von MARKUS FLENNER präsentiert von FRED ILGER mit JUDITH PÜHRINGER, RUDI FUßI, BRIGITTE HORNYK, STEPHAN SCHULMEISTER, IRINA VANA, JOSEF EHMER, MARIA PETERSEN, DENNIS TAMESBERGER, JOHANN BERAN und VIELEN ANDEREN