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Markus Flenner

Markus Flenner

Geboren 1971 in Wien Favoriten
Aufgewachsen in der Per-Albin-Hanson-Siedlung

Per-Albin-Hansson-Siedlung
Die Per-Albin-Hansson-Siedlung ist die heute dreiteilige seit 1951 im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten auf dem Südhang des Laaer Berges angelegten Stadtrandsiedlung. Sie ist zum Dank für die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Schweden geleistete Hilfe nach dem 1932–1946 amtierenden schwedischen Ministerpräsidenten Per Albin Hansson benannt. Seine Büste von Emil Näsvall wurde 1951 auf dem Stockholmer Platz westlich der Favoritenstraße im Rahmen der Eröffnung der Siedlung enthüllt.

Markus Flenner lebt bis heute fastdurchgehend in der Per-Albin-Hanson-Siedlung in einem Gemeindereihenhaus. In den 70ern aufgewachsen, konnte Markus Flenner von der Hochzeit des demokratischen Sozialismus bis zum schleichenden Niedergang über Jahrzehnte hinweg, die gesellschaftspolitische Stimmung der Nachbarinnen und Nachbarn und Siedlungsbewohner beobachten. Dadurch wurde ihm bewusst, welche Manipulationsstärke insbesondere die Boulevardmedien auf Menschen ausüben. Alles was die Kronen Zeitung schrieb, erzählten ihm die Mitmenschen in der Siedlung und vertraten dies auch noch vehement als ihre eigene Meinung.

Spätestens in den 80ern wusste Markus Flenner schon wohin die Reise geht, als die Kronen Zeitung einen rechtspopulistischen Jörg Haider medial aufbaute. Aus dem Favoritner Umfeld wurden einige glühende Neonazis. Der Reumannplatz in den 80ern und 90ern war neonazistisches Kampfgebiet.
Und so kam es, wie es anscheinend kommen musste: Die Saat reifte: Bei der letzten Gemeinderatswahl in Wien konnte die FPÖ 53,41 % Stimmenanteil der WählerInnen in seinem Wahlsprengel in der Hanson-Siedlung erzielen. „Ich bin nicht verärgert. Verwundert über die Vergesslichkeit der Menschen. Als Bewohner eines historisch sozialen Wohnbaus sollte man seine Wurzeln weder vergessen noch verleugnen.“

2018 startet er die Produktion WIR UND DIE ANDEREN. Als filmisches Freundschaftsprojekt von Markus Flenner und Fred Ilger geboren ist das Filmprojekt zu einer abendfüllenden Dokumentation erwachsen. Der Anspruch ist eine gelungene Doku über das Trennende, die zeigt, wer uns, wie und warum voneinander trennen möchte: Ein dokumentarisches Manifest für die Menschenwürde.